Sommer, Sonne, HITZE!

Wie du deinem Hund bei Hitze Entlastung schaffen kannst

Juni, es ist Sommer - die Temperaturen steigen und so mancher 4-Beiner hat seine Probleme mit der Hitze oder auch schon mit Wärme ab 20 Grad. Denn viele unserer Hunde kommen ursprünglich aus Ländern in denen es eher kühl ist.

In diesem Artikel möchte ich euch Tricks & Tips mit an die Hand geben, um eurem Hund zuhause bei Hitze helfen kann, wie man einen Hitzeschlag erkennt und wie man in solcher Situation reagiert. Welche Möglichkeiten aus der Natur gibt es um unseren Hunden an einem heißen Sommertag ab zu kühlen.


Für den einen Hund ist Hitze gar kein Problem, für den anderen fängt das Schwitzen und hecheln bereits bei 20 Grad an. Es gibt so viele unterschiedlich Hunderassen das auch dies sehr individuell ist. Galgos, Rhodesian Ridgeback und Podenkos kommen mit Hitze super klar. Natürlich spielen hier auch andere Faktoren eine wichtige Rolle.


Hunde die übergewichtig sind, oder Unterwolle haben neigen schneller zur Hitzeempfindlichkeit und erleiden schneller einen Hitzeschlag.


Ein dunkelhaariger Vierbeiner wird schneller unter hohen Temperaturen leiden, weil sein Fell eher Wärme speichert als helles Fell.

Die Ausprägung der Schnauze spielt ebenso eine wichtige Rolle. Hunde mit kurz gezüchteten Nasen und Schnauzen wie Boxer, Möpse oder französische Bulldogen, sind ebenfalls keine Freunde ausgeprägter Hitze. Für sie ist es züchtungsbedingt anstrengender, sich durch Hecheln ausreichend Luft und Kühlung zu verschaffen.


Es gibt aber Abhilfe, denn wir können unseren Hunden mit den unterschiedlichsten Mitteln aus der Natur abkühlen.


In erster Linie ist aber das Management an heißen Tagen der wichtigste Punkt um Notfälle etc. zu vermeiden.


  1. APELL! An alle Hundebesitzer - Man muss es doch immer und immer wieder jedes Jahr aufs NEUE sagen "Lass deinen Hund im Sommer nicht alleine im Auto" Das Auto wird in kurzer Zeit zum Backofen.

Autos werden nicht erst bei Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius für Hunde zur tödlichen Gefahr. Selbst bei einer Außentemperatur von nur knapp über 20 Grad Celsius und leicht geöffneten Fenstern ist es im Inneren des Wagens nach nur 30 Minuten bereits 40 Grad heiß. Viele unterschätzten das immer noch. So warm ist es ja gar nicht, mal eben noch in den Laden, nur ganz kurz.


Wenn es dann doch länger dauert, ist es im Auto schon viel zu heiß für den Hund.

Eine halbe Stunde kommt durch Verzögerungen schnell zusammen.

Hundebesitzer sollten den Hund also entweder vor den Besorgungen nach Hause bringen.

2. Gassigang entweder früh morgens oder wenn die Sonne weg ist.

Wenn es draußen heiß ist, sollten Hundebesitzer nach Möglichkeit den sonst üblichen Tagesablauf entsprechend anpassen. Einen größeren Spaziergang erledige man am besten früh morgens oder aber am Abend, wenn die Temperaturen nicht mehr so hoch sind.

Wer die Zeiten der Spaziergänge nicht flexibel anpassen kann, sollte dann zumindest auf asphaltierte Wege verzichten und im Wald wo Bäume noch mal vor der Hitze schützen gehen. Die Straße heizt sich so extrem auf das es zu starken Verbrennungen an den Pfoten kommen kann. Lege einfach selber mal die flache Hand für mehrere Sekunden auf die Straße oder den Bürgersteig. Zieht man sie schnell wieder weg, ist der Boden auch für Hundepfoten viel zu heiß.


3. Auf Spielen & Sport verzichten, mach es dem Hund nach

Den Hund zum Fahrradfahren oder Joggen mitnehmen – ein absolutes NO GO bei Sommerhitze. Wie oft ich das schon gesehen habe. Kleiner Dackel am Fahrrad bei älterem Herr, draußen 28° Grad, das ist grob fahrlässig. Auch bei wildem Spielen, Raufen oder Toben sollten Hundebesitzer vorsichtig sein. Gerade tagsüber sollte man ein Auge auf sie haben. Meist entscheidet der Hund selbst, das es zu warm ist und zieht sich zum Ruhen zurück. Eine gute Alternative: Wasserspiele. Dazu später mehr.

4. Im Sommer ab bereits 18 Grad immer Wasser dabei haben

Wenn man mit dem Hund unterwegs ist, solle man grundsätzlich immer Wasser für das Tier dabei haben. Schattenplätze sind für Mensch und Tier an heißen Tagen besonders wichtig. Natürlicher Schatten wie zum Beispiel unter einem Baum kühlt da sehr gut.

Bei einem Besuch am Strand sollte – wie bei Asphalt auch – die Temperatur des Sandes vorher getestet werden. Kritisch können außerdem große Mengen an Salzwasser sein, die die Hunde schlucken. Beim Spiel lässt sich das kaum verhindern, allzu viel kann bei den Tieren aber zu Durchfall führen, so verliert er noch mehr Flüssigkeit.


5. Notfall und Überhitzung erkennen und richtig handeln.

Hunde zeigen bei Überhitzung klare Symptome: Sie hecheln stark und haben eine schnelle, flache Atmung. Die Schleimhäute färben sich blass, die Tiere wirken erschöpft und im Laufen oder beim Gehen haben sie Probleme mit dem Gleichgewicht und schwanken hin und her.

  1. Wasser anbieten, wichtig - kein kaltes Wasser

  2. Ein nasses Tuch zum drauf legen anbieten (auf keinen Fall ein nasses Tuch AUF den Hund legen, denn hier staut sich die Wärme nur)

  3. Im Notfall zum Tierarzt

Wichtig ist aber erst einmal zu wissen wann der eigene Hund Probleme mit der Hitze hat.

Notfallmittel und Maßnahmen


Auch einen Sonnenbrand, kann dein Hund bekommen

Natürlich haben die meisten Hunderassen ein Fell, das sie theoretisch vor der Sonne schützt. Doch zumindest haarlose Stellen, wie zum Beispiel der Nasenspiegel, die Lefzen oder das Innere der Ohren, sind der Sonneneinstrahlung bei praktisch allen Hunden schutzlos ausgeliefert.


Gerade Tiere mit einer hellen Haut sind dort besonders empfindlich und erleiden in diesen Bereichen recht schnell einen Sonnenbrand.

Darüber hinaus besteht bei Rassen mit einem hellen oder besonders dünnen Fell wie Dalmatinern oder Bullterriern am kompletten Körper das Risiko für einen Sonnenbrand.

Optisch unterscheidet sich Sonnenbrand bei Hunden im Grunde nicht von Sonnenbrand bei uns Menschen. Die betroffene Haut ist rot, wirkt entzündet und bildet nach einigen Tagen Schuppen. Brandbläschen treten in der Regel nicht auf.

Da der Sonnenbrand natürlich schmerzhaft sein kann und Juckreiz verursacht, wirst du bei deinem Hund vermutlich vermehrtes Kratzen sowie eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit bemerken. Bei einem besonders starken Sonnenbrand wird er dich möglicherweise auch auf andere Weise, wie zum Beispiel durch Jaulen, auf seine Schmerzen aufmerksam machen.


Natürliche Hilfsmittel beim Sonnenbrand

Aloe Vera Konzentrat am besten mehrmals täglich auftragen.

Das findest du hier: https://www.blueteblatt.de/product-page/aloe-vera-sos-erste-hilfe-box-f%C3%BCr-mensch-tier


Unterwegs in der Natur kannst du auch Johanniskrautblüten (rechts), Vogelmierekraut (links) zerdrücken und den austretenden Wirkstoff auftragen.

Weitere Maßnahmen die du zuhause ergreifen kannst, um deinen Hund abzukühlen, und vor Hitze zu schützen:

  • ein kühlendes Halsband das man anlegen kann

  • eine Kühlmatte, oder ein Kühlbettchen

  • Hundepool und Wasserspiele

z.B. hier: https://www.medpets.de/abkuehlung-hund/

  • Hydrolate wie Pfefferminze, Salbei & Melisse die du auch in deinem Hydrolate Set aus den Flatrate-Rabatten findest (einfach aufs Fell sprühen oder 3 Sprühstöße Minzhydrolat ins Trinkwasser geben) hier immer auch einen Napf ohne Hydrolat zur Verfügung stellen.

  • Hundeeis, selbst machen ohne Zucker TIP (Flatrate-Rabatt)

Zuhause passende Grundlagen schaffe, wie Räume kühl halten, Räume abdunkeln usw. dann überstehst du mit deinem Hund die Hitzewellen im Sommer gesund und fit.

Viel Spaß beim probieren,

deine Nadine Schaten | von Krautdogs.de


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